Sinéad O'Connor @ Arena, Berlin

Saturday, 1 February 2003

Sinead O'Connor

Sinead O'Connor

Sinead O'Connor

Sinead O'Connor Sinead O'Connor
Sinead O'Connor Sinead O'Connor

L i v e R e v i e w s
26-10-2002 Vicar Street, Dublin
Sinéad O'Connor @ Vicar Street

by Jenny Whack
www.cluas.com/music/gigs/sinead.htm


31-01-2003 Schauspielhaus, Hamburg
Sinéad O'Connor begeisterte mit Pop-Interpretationen von Folksongs

Stefan Rychlak, dpa
www.stern.de/unterhaltung/musik/index.html?id=503378


Montag, 03. Februar 2003 - Berliner Morgenpost - Kultur

Keltischer Kobold
Jede Menge Gefühl: Sängerin Sinéad O'Connor besinnt sich auf irische Traditionen

Von Peter E. Müller

Die Hohepriesterin der gefühlvollen Ballade: Sinéad O'Connor

... Jetzt steht der 36-jährige keltische Kobold barfuß und mit einem großen Kruzifix um den Hals auf der Bühne. Sechs Musiker und Musikerinnen, die zuvor schon Liedermacher Damien Dempsey aus Dublin begleitet haben, stehen ihr zur Seite. Ihr großartiges Album 'Sean-Nós Nua' erschien interessanter Weise beim Hardrock-Label Roadrunner. Darauf singt sie traditionelle irische Folksongs, die nun auch dieses Konzert dominieren.

Sinéad O'Connor ist ruhiger geworden. Mit burschikosem Charme schlendert die Mutter zweier Kinder, die sich vor drei Jahren zur Priesterin weihen ließ, ans Mikrofon. Sie singt, ja haucht zunächst, die tragische Liebesballade von 'Peggy Gordon'. Und sofort knistert es vor Emotionen, selbst in der nicht gerade intimen Treptower Industriehalle. Sofort umarmt einen diese gefühlvolle, modulationsreiche, geliebte Stimme.

Irischen Klassikern wie 'My Lagan Love' oder 'Paddy's Lament' haucht sie neues Leben ein. Keltische Melodien werden mit karibischem Reggae verbandelt. Und die anwesenden Iren werden bei 'Oró Sé Do Bheatha 'Bhaile' kurzerhand zum Mitsingen animiert. Fast beiläufig erklingt auch 'Nothing Compares 2 U' in neuer Instrumentierung mit irischer Flöte. 'I Am Stretched On Your Grave' widmet sie "allen toten Seelen, die gerade mit uns sind". Ja, auch viele ihrer älteren Songs werden ins Band-Konzept eingepasst, in einen warmen Sound, der von Cello, Gitarre und Akkordeon, Keyboard, Bass und Schlagzeug geprägt ist.

Die Frau mit den großen traurigen Augen schert sich nach wie vor keinen Deut um Bühnengarderobe oder Showmätzchen. Sie kann sich immer noch nicht bewegen. Dafür bewegt ihr Gesang umso mehr. Sie wärmt das Herz, sie streichelt die Seele, sie lässt sich fallen in überwältigende Gefühle. Und man fällt willig mit.

© Berliner Morgenpost
morgenpost.berlin1.de/archiv2003/030203/feuilleton/story581501.html


03.02.2003 - Lippische Landes-Zeitung

Auf der Suche nach den Wurzeln

Irische Sängerin Sinéad O'Connor begeistert in Berlin
bei einem ihrer zwei Deutschland-Konzerte

Von Ralf Bittner

Berlin. Barfuß, in weitem T-Shirt und einer schlabbrigen Hose, eine Kette mit einem Kreuz um den Hals - so tritt die kurzhaarige Sängerin auf die Bühne der Arena in Berlin. 'Sean-Nós Nua', wörtlich etwa "neuer alter Stil", heißt das aktuelle Album der irischen Sängerin, und Songs aus diesem Album stehen im Zentrum ihres Auftritts.

Große Posen auf der Bühne sind nicht ihre Sache. Konzentriert, die Augen meistens geschlossen - die zierliche Person wirkt in sich gekehrt.

Mit irischen Traditionals von ihrer neuen CD beginnt ihr Konzert. Sobald Sinéad O'Connor die positiven Reaktionen der Zuhörer spürt, huscht auch mal ein versonnenes Lächeln über ihr Gesicht.... Begleitet von ihrer sechsköpfigen Band, gelingt es Sinéad, diese Energie von Anfang an auf das Publikum überspringen zu lassen. Ihre Hits spielt sie zwar auch, etwas versteckt im zweiten Teil ihres Programms. Fast wirkt das wie ein Zugeständnis an die Erwartungen des Publikums, doch es bleibt der Eindruck, dass sie auf der Bühne steht, weil sie sich dort endlich wieder wohlfühlt.....

Auf der Bühne ist von dieser Exaltierheit nichts zu spüren. Ausgeglichen, mit sich und der Welt im Reinen, wirkt sie im Zugabenteil, wo sie sich allein auf der Gitarre begleitet. Sie wolle ihre Stücke so spielen, wie sie sie komponiere. Selbst über kleine Patzer kann sie lachen. "Ich bin keine gute Gitarrenspielerin. Das ist der Grund dafür, warum ich mir eine Band ins Studio hole."

Nach mehr als zwei Stunden verlässt sie strahlend die Bühne, das Publikum ruft weiter nach Zugaben.

www.lz-online.de/news/kultur/news/NW_20030203_1725530000.html


The Point Theatre, Dublin - Friday, 7 December 2001
Sinead O'Connor
Sinéad O'Connor & Luka Bloom
at the Artists Against Racism Concert


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© Rena Bergholz